Meine Grundsätze für besseres Schreiben

  • In vielen Büchern verstehen die Hauptpersonen etwas nicht und ihr Freund/Schwarm erklärt es ihnen. Sie sind dann aber doch echt schlau oder auch weniger. Aber umgekehrt ist es eher selten. Deswegen wirken die Haupt-Charaktere auch manchmal naiv und das nervt einige Leser. Gut ist daher gemischte Szenen einzubauen. Einmal eine Szene wo der Partner der Hautperson mehr weiß oder mehr von etwas versteht oder mehr etwas versteht, und dann eine umgekehrte Szene, sodass die Beziehung ausgeglichen ist und jeder dem anderen einen Grund gibt, ihn spannend  und anziehend und liebenswert (eben nicht nur aufgrund äußerlicher Eigenschaften) zu finden.
  • Keine Mary Sue kreieren! Sehe Video „Bella Swan ist Mary Sue“ auf youtube
  • Viel Beschreiben um die Situation anschaulicher zu machen, jedoch nicht zu viel, sonst wird es langweilig! Möglichst im Gleichgewicht zwischen subjektiver und objektiver Handlung bleiben
  • Personen/Charaktere anschaulich beschreiben und mit ihnen spielen! Sie authentisch machen!

Tipps zum kreativen Schreiben: Ausdruck; Schreibwerkstatt-AG mit Nina Ponath

  • Würdest du es auch so sagen?– Vermeide Schachtelsätze! Man kann zwar nicht so schreiben, wie man redet; aber so, wie man nicht reden würde, sollte man auch nicht schreiben! Lese laut vor, was du geschrieben hast.
  • Keine Erklärungen-Kommentiere, begründe und erkläre nicht, was du schreibst. Wenn das Geschriebene nicht durch sich selbst überzeugt, dann nützen auch Begründungen, Erklärungen und Kommentare nichts. Der Leser mag nicht geschulmeistert werden, überlass es ihm, deinen Text auf seine Art auszulegen.
  • Fühle dich in deine Protagonistin ein- Versetze dich in deine Protagonistin hinein, bevor du anfängst zu schreiben. Was bewegt sie? Welche Leidenschaften haben deine Hauptfiguren und warum sind sie in deiner Geschichte? Eine Figur wird lebendig durch vielsagende Details. Nicht das „rotgoldene Haar“ sondern Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken geben Aufschluss über die Figur. Urteile nicht, sondern beobachte (die Hauptperson soll beobachten).
  • Innenwelt und Umwelt-Ein erzählender Text führt den Leser immer durch zwei Welten: Die innere Welt des Autors oder der handelnden Personen (die subjektive Welt, die kein Außenstehender sehen kann), und die äußere, die auch andere wahrnehmen können (die objektive, sinnlich erfahrbare Welt). Bleibt der Text zu lange in einer dieser beiden Welten, wird er ermüdend.
  • Gefühle- Versuche Gefühle nicht nur zu beschreiben („Sie hatte Angst“), sondern sie zu vermitteln, indem du die Umstände beschreibst, die sie ausgelöst haben. („Es klopfte. Sie zuckte zusammen.“)
  • Beschränkung- Nimm dir wenig vor. Beschreibe nicht das Jahr, sondern eine Stunde daraus; nicht den Quadratkilometer, sondern den Quadratmeter. Nicht die ganze Stadt, sondern ein Treppenhaus, eine Straßenkreuzung, einen Nachbarn!
  • Notwendig-überflüssig-Wäge immer ab, was notwendig und was überflüssig ist, was du brauchst und auf was du verzichten kannst. „Getretner Quark wird breit, nicht stark.“ (Goethe)
  • Verben statt Adjektive- Gehe sparsam mit Adjektiven um! Adjektive sagen bestenfalls etwas über die Einschätzungen und Empfindungen des Verfassers aus aber nichts über die beschriebene Sache oder Situation. Beschränke dich daher möglichst auf objektive (und nicht subjektive, innere) Beschreibungen (groß und klein, kalt und heiß, schwer, trocken, dunkel und leicht, feucht, hell statt wunderschön, bildhübsch etc.). Am besten ist es, du verzichtest wo es geht ganz auf Beschreibungen und erzählst mittels Handlungen.
  • Grundformen- Jedes Wort ist in seiner Grundform stärker als alle abgeleiteten Wortbildungen. „Als sie sich kämmte, …“ ist stärker als „Beim Kämmen…“, „Behutsamkeit“ ist schwächer als „behutsam“, „unter Beweis stellen“ schwächer als „beweisen“.
  • Sammelbegriffe– Sammelbegriffe- in Sachtexten, wissenschaftlichen Arbeiten unumgänglich- sagen weniger aus als Einzelbenennung. Einen Garten, in dem „Unkraut wuchert“ kann man sich schwerer vorstellen, als einen Garten, in dem „Brennesseln und Schierling wuchern“. Spinnen und Kakerlaken sind wirklicher als Ungeziefer.                                                                                             by Vali
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