Rezension zu „House of Night-Gezeichnet“ von P.C. und Kristen Cast, Band 1 der House of Night-Reihe

Titel: „House of Night-Gezeichnet“ (Band 1)
Autor: P.C. und Kristen Cast
Verlag: Bastei Lübbe/FJB

Also, erst einmal ist das jetzt die erste wirkliche Rezension (also eine, die ich gerade jetzt schreibe:)) und das Buch handelt von Vampiren, ja, ein ziemlich ausgelutschtes Genre aber was ist schon dabei:)
Genre: Vampire
Handlung: Als auf der Stirn der 16-jährigen Zoey eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie Gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden-vorausgesetzt, sie überlebt die Wandlung. Zoey ist absolut nicht begeistert, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde-das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr- sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten.

Meine Meinung:
So, hier ist meine Meinung, wenn ihr anderer Meinung seid, oder mir zustimmen wollt, könnt ihr ruhig Kommentare dalassen!
Die Hauptfigur Zoey ist an sich ganz nett und ich liebe ihre Grandma und deren Lavendelfeld. Aber irgendwie, auch wenn sie ganz witzig ist und so, ist sie eine eindeutige Mary Sue, zu der sogar ihre Feinde aufschauen und natürlich bekommt sie jeden Typen, den sie haben will. Erstens hat sie ständig neue Typen, man konnte Erik nicht mal richtig kennenlernen und ihre Beziehung war auch erst ganz am Schluss von Band 1 geschlossen und dann hat sie natürlich schon den nächsten (ist das Liebe!) gutaussehenden Typen, als könnte sie nicht genug kriegen. Und als sie dann Erik, der natürlich der heißeste Schüler ist, mit dem heißesten Lehrer der Schule, der natürlich (Natürlich!) auch auf sie steht vergleicht, sieht sie dabei nur aufs Äußere und wie begabt sie sind. Hallo?? Der Leser hatte nicht mal Zeit, Erik richtig kennenzulernen, denn man fand ihn als Leser ja auch heiß und dann ist er einmal weg und schon kommt Loren, sie merkt, dass er auf sie steht, kann es sich aber nicht eingestehen und natürlich verliebt sie sich gleich in Loren, nur weil er gut aussieht. Ein Lover von ihr könnte ja auch mal hässlich, gemein oder unfähig sein, aber nein, Erik ist der süßeste Typ der Schule, der sehr begabt in Monologen ist und Loren ist natürlich ein bekannter Dichter, der dann über ihre Schönheit und Weisheit dichtet und so… Und natürlich erfährt sie dann auch noch, dass Aphrodite sie nur so mies behandelt weil ihre Eltern ihr Druck machen und dass sie selbst Zoey für besser hält, ja klar, denn Zoey ist eben auch hübsch, besonders, begabt und unschuldig, „Huch, ich bin eine kleine Mary Sue…“. Das Buch hat auch einen eher einfachen Schreibstil und benutzt manchmal unglückliche Ausdrücke wie zum Beispiel „logischer Verstand“ (das logisch ist irgendwie überflüssig). Hinzu kommt, dass das Buch teilweise langweilig und unlogisch geschrieben ist: Unlogisch ist, dass die Menschen wissen, dass es Vampire gibt, sie fürchten aber irgendwie nichts gegen sie tun. Das war mir einfach zu wenig beschrieben und erläutert. Außerdem ist auch seltsam, dass natürlich alles luxuriös eingerichtet ist, da Vampyre ja total viel Geld haben und die Schule macht natürlich Spaß, damit sich der Leser wohlfühlt, und sie haben Reitunterricht (da wird Zoey immer von ihrer Lehrerin gelobt, wie auch von anderen Lehrern, NATÜRLICH! (Gott, ich bin schon ganz heiser von den ganzen Natürlichs)). Ich bin teilweise nicht wirklich warmgeworden mit der Umgebung, also dem Internat, weil es irgendwie ZU ausführlich beschrieben wurde und ich mir nur schlecht was eigenes vorstellen konnte. Ich fand ebenfalls dumm, dass Stevie Rae so einen assigen Slang hatte, das hat sie ja irgendwie lustig und liebenswürdig erscheinen lassen, aber naja… Es war natürlich auch klar, dass Zoey sofort gutherzige Freunde findet, die immer zu ihr halten und sie unterstützen und bewundern und es gibt natürlich nie ernsthaften Streit zwischen ihnen. An manchen Stellen ist es krampfhaft versucht, witzig oder cool rüberzukommen, ihre Freunde kommen irgendwie leicht kindisch und unterbelichtet rüber und auch ein wenig klischeehaft z.B. Damien, „Der Besserwisser“, irgendwie nicht so authentisch, obwohl ich ihn ja mochte. Unter Erin und Shaunee konnte ich mir nie richtig was vorstellen, deswegen gehören sie auch nicht zu meinen Lieblingscharakteren. Sie sind totale Beautys aber kindisch was irgendwie nicht passt und sie unauthentisch macht. Ein uncooler Standard-Spruch der 5 ist zum Beispiel „Hexen der Hölle“, was irgendwie nicht wirklich erwachsen ist. Zoey ist immer die Neutrale und trotzdem mögen sie alle… Was ich noch unrealistisch fand: Ihre Mutter verhielt sich ein wenig ZU stiefmütterlich und der Vater ist ein wenig ZU übertrieben mit seiner Gottesfürchtigkeit aber ich fands irgendwie lustig. Spannung ist nur teilweise da, denn man hat nicht das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu müssen, denn die Charaktere und Handlungen sind sehr voraussehbar und klischeehaft. Sie (Zoey) war einfach manchmal nicht witzig oder redegewandt („Darauf würde ich meine Markenschuhe verwetten“). Dumm fand ich auch, dass sie dachte, sie hätte sich die „Geister“ eingebildet und dass sie „vergisst“ so etwas jemandem zu erzählen. Ein wenig unrealistisch aber egal…
Jetzt kommen wir zu den positiven Dingen: Meine Lieblingscharaktere im ersten Buch waren Erik, Damien und Stevie Rae und Zoey´s Grandma. Sie selbst irgendwie nicht. Die Personen waren irgendwie am authentischsten und coolsten. Man konnte sich etwas unter ihnen vorstellen und sie somit auch mögen. Was ich ebenfalls gut fand, war, dass diese Internatskleidung so detailliert beschrieben wurde, denn ich fand das mit den Stickereien und ihren Bedeutungen für jede Stufe irgendwie cool und es war mal was eigenes. Außerdem fand ich die Namen der Stufen cool. Außerdem hat man sich in der Umgebung wohlgefühlt und man kann das Buch sehr schnell durchlesen (sogar für meine Verhältnisse☻). Ich habe den zweiten Teil erst angefangen, deswegen kann es gut sein, dass sich die Bücher im Laufe der nächsten Bände bessern…
Was ich auch toll finde, sind die Cover: Sie sind echt geheimnisvoll und man bekommt Lust, die Bücher zu lesen. Naja, die ersten beiden Cover finde ich geht so, aber die anderen, zum Beispiel das von „Erweckt“ und „Lenobias Versprechen“ finde ich toll. Jeder soll sich aber immer noch selbst eine Meinung bilden, deswegen gebe ich dem Buch eine Leseempfehlung, weil es unter Umständen unterhaltsam ist. Nur darf man nicht allzu hohe Ansprüche an die Bücher haben, denn sie wirken sehr ernst aber das sind sie nur teilweise, also bitte nicht enttäuscht sein! Cover lösen immer mehr aus, als sie sollten und schrauben Erwartungen hoch. Das war ja schon immer so. Dann liebe Grüße, ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.
Das Buch bekommt von mir 2 einhalb-3 von fünf Sternchen. ☻☻☻☺☺

Weitere Bände:

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