Rezension zu „Rubinrot-Liebe geht durch alle Zeiten“ von Kerstin Gier, Band 1 der Edelsteintrilogie

Titel: „Rubinrot-Liebe geht durch alle Zeiten“

Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena

Lied: He is we- All about us (https://youtu.be/R7Gf2SOmz5Q) oder Top of the World- The Cataracs feat. Dev (https://youtu.be/Y_TOhRjROBc)

Handlung:

Gwendolyn ist eher der kumpelhafte nicht sehr graziöse und lustige Typ ungefähr das genaue Gegenteil von Charlotte, ihrer Cousine, mit der sie unter einem Dach wohnt, seitdem ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Großtante ihrer Großmutter, Tante Glenda und ihrer „reizenden“ Tochter Charlotte gezogen ist, damit sie finanziell im grünen Bereich bleibt. Charlotte ist ziemlich begabt und hochnäsig, sehr hübsch dazu und eins steht fest: Sie versteht keinen Spaß. Dieser Abschnitt von Gwendolyns Leben ist ziemlich merkwürdig: Ihre Cousine wird immer öfter zu einem mysteriösen Unterricht abgeholt, von dem niemand außer Glenda und Lady Arista (ihre stocksteife und kalte Großmutter) und natürlich C. etwas wissen darf. Aber Gwendolyn ist wie immer neugierig. Charlotte, die noch nie gut auf Gwen zu sprechen war, ist sichtlich genervt von ihr. Charlotte hat das Zeitreise-Gen der Familie Montrose, der weiblichen Linie der Zeitreisenden geerbt und wurde von klein auf darauf vorbereitet, mit Gideon de Villiers, dem männlichen Genträger in die Vergangenheit zu reisen und Aufträge eines mysteriösen Grafen zu erfüllen. Da Gwendolyn schon als Kind Geister sehen konnte ist es für sie nicht ungewöhnlich, diese mysteriösen Geheimnisse ihrer Familie nicht zu hinterfragen. Doch dann kommt plötzlich alles anders: Gwendolyn springt total unvorbereitet in der Zeit, obwohl eigentlich Charlotte das Gen geerbt haben sollte, da sie am richtigen Tag dafür geboren wurde und Gwen einen Tag später. Der Tumult um Charlottes ersten Sprung der trotz angeblichen Kopfschmerzen niemals eintrifft beginnt sich zu lichten und alle widmen sich Gwendolyn, die mit der Situation völlig überfordert ist. Doch Gideon ist genauso misstrauisch wie Charlotte und Gwendolyn selbst: So arrogant wie er ist, will er die Mission alleine durchführen, da Gwendolyn ihm nur im Weg stehen würde. Doch die Loge bevorzugt ein Zusammenarbeiten und langsam kommen sich G. und G. näher, zum Schrecken von Charlotte, die Gideon anhimmelt und schon als Kind von den gemeinsamen Zeitreisen geträumt hat. Am Ende kommt alles anders: Gwendolyn steht nicht im Weg, wie Charlotte es getan hätte, sondern bringt Gideon durch Liebe auf den richtigen Pfad, vor dem er davor die Augen verschlossen hat und zusammen kommen sie hinter ein dunkles Geheimnis…Oder gleich mehrere…

Charaktere:
Gwendolyn gefiel mir von Anfang an. Sie hat die Nebenrolle in ihrer Familie immer akzeptiert, nie daran gezweifelt, dass sie nicht die „besondere“ Genträgerin ist, denn das wäre ihr auch viel zu doof, sie steht nicht gerne im Mittelpunkt und hält nichts von dem ganzen Gehabe, dass um Charlotte gemacht wird, ist aber schon neugierig, was mit ihrer Cousine passiert. Als sie dann plötzlich der Rubin sein soll, weiß sie nicht, wie sie damit umgehen soll, lässt Gideon und die Loge aber trotzdem nicht im Stich- weniger aus Selbstsüchtigkeit, mehr aus Neugier und vielleicht auch aus Interesse an Gideon. Ich find ihren Charakter toll: Aufrichtig, neugierig, ein wenig tollpatschig aber selbstsicher und mit sich im Reinen. Ihre Freundin Leslie finde ich auch sehr sympathisch, vor allem, weil sie Gwendolyn immer zur Seite steht, ihr hilft und neugierig ist und sie nicht für verrückt erklärt, was vielleicht auch ein wenig fern der Realität ist… aber nichts destotrotz: Eine gute Freundin.
Gideon gefiel mir auch sehr: Zuerst so arrogant (Mal ehrlich, wenns anders wäre, wärs echt langweilig) und von sich überzeugt, hält Gwen für ein kleines Kind, das nichts auf die Reihe kriegt, aber wenns ernst wird, sehr einfühlsam und clever, verständnisvoll, zwar nicht leicht beeinflussbar, aber er lässt sich auch mal von etwas überzeugen, dass er zuvor nicht mal in Betracht gezogen hätte. Außerdem ist das ganze Gedöns mit den Prophezeiungen total romantisch und er total süß… Der Diamant halt, ihr wisst, was ich meine. Die anderen Charaktere waren auch toll und total authentisch: Xemerius: Seine Witze waren so gut, und er ist einfach irgendwie kultig, im wahrsten Sinne des Wortes. Caroline ist die typische goldige Schwester: Tut alles für die große Schwester hat viel Fantasie und ist total neugierig und clever. Nick fand ich auch gut, weil er Glenda immer Kontra gegeben hat, was schon ziemlich mutig ist, aber ihn hats nicht gekümmert:) Und Charlotte war die typisch hochnäsige Cousine, die sich für was Besseres hält und die ihren Frust an der Person auslassen muss, die gar nichts dafür kann und nicht lockerlässt, weil sie so eine Zicke ist und Gwen das Leben danach erschweren will, obwohl sie es schon schlecht genug hat (Zum Beispiel in der Nacht, als sie wissen will, was unter Gwens Mantel ist und die Loge ihr Zimmer durchsuchen lässt). Ihre Lage ist zwar nachvollziehbar, aber sie war davor schon so ätzend zu Gwendolyn, weil sie einfach dachte, sie ist die Tolle. Außerdem bevormundet sie Gwendolyn immer vor der Loge, von wegen, dass sie nichts kann und sie sehnt sich so offensichtlich nach Anerkennung, jetzt wo sich niemand mehr um ihre Kopfschmerzen schert. Das ist einfach die perfekte Zicke, über die man sich ärgern darf. Vor allem, weil sie nicht die typische Tussi ist, sondern eher die hinterhältige Beauty, die es nicht einsieht, dass sich plötzlich alles um jemand anderen dreht- aber naja, verständlich, schließlich hat sie nichts anderes als Gideon (Keine anderen Freunde) und ihren Fechtunterricht und so (Keine anderen Hobbies)und sie kennt ja nichts anderes, als dass sich alles nur um sie dreht. Da würde ich auch durchdrehen, wenn mir meine Cousine plötzlich alles wegschnappt und das Scheinwerferlicht stiehlt, aber Gwen kann ja nichts dafür… Also: Charaktere: Daumen hoch, Kerstin!

Eigene Meinung zum Buch:
Ja, ich fand das Buch war sehr gut geschrieben, es wurde nie langweilig und diese Zeitreisen kamen nicht lächerlich rüber, da alles real beschrieben wurde und ausführlich- authentisch. Außerdem ist die Hauptperson gerade richtig- sie bekommt alles mit und ist neugierig, ihr Gefühlschaos egal ob in Bezug auf Gideon, das Zeitreise-Gen, Maddies Visionen, werden nie zu dramatisch, sondern nachvollziehbar und man leidet mit ihr. Außerdem ist es nicht so klischeehaft wie andere Fantasybücher sondern mal ´ne ganz andere Idee, die sehr professionell umgesetzt wurde. Respekt!

♥♥♥♥ und ein halbes/ ♥♥♥♥♥
4 EINHALB VON 5 !!! 1-!!!
Auf jeden Fall lesen, wer es noch nicht gelesen hat! Besonders Fantasy und Drama-Fans, die eine Mischung aus Liebe, Fantasy, Mystery, Abenteuer und Familie (wie auch in Silber) lieben! Aber auch für Kerstin Gier Fans, die vielleicht das Buch Silber kennen und mögen. Liv und Gwendolyn sind zwar total verschieden, aber irgendwie auch nicht. Sie sind eher der Kumpeltyp, lustig, selbstironsch und keine Tussis! Aber die Geschichten sind auf jeden Fall total anders… WOW! Lest das Buch! Zuerst dachte ich auch: Das kommt niemals an Silber heran, weil ich davor den schlechten Film gesehen hatte, aber dann nachdem ich alle drei Bände gelesen hatte, fand ichs sogar teilweise besser- ist jetzt nicht mehr so, aber da war ich so fanatisch…Ach, ich labere mal wieder viel zu viel…Lasst es euch nicht entgehen!!!

Weitere Bände:

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