Rezension zu „Shadow Falls Camp- Geboren um Mitternacht“ von C.C. Hunter, Band 1 aus der Shadow Falls-Reihe

Titel: „Shadow Falls Camp-Geboren um Mitternacht“
Autor: C.C. Hunter
Verlag: FJB Fischer Verlag

Ich hab mich ja so auf dieses Buch gefreut. Das Taschenbuch allein hat 15 Euro gekostet. Und deswegen habe ich echt viel erwartet. Auf den ersten Blick sagten mir alle Personen zu: Miranda, Della, Holiday, Burnett (Ich find Holiday und Burnett ja echt ganz süß zusammen), Derek und auch Lucas Parker. Die einzige Person, die ich nicht abkonnte, war Kylie. Sie ist so dermaßen naiv und ihre Gefühlslage zudem echt unlogisch. Denn in zwei Jungen gleichzeitig verliebt zu sein, okay. Aber in drei?? Das ist einfach nicht möglich, egal, was sie dazu schreibt (Das sie es selbst merkwürdig findet…) Außerdem ist sie immer so „unschuldig“ und es nervt, ihren Gedankengängen nachzuhängen. Deswegen- weil ich mich als Junge nie in sie verlieben würde, wäre ich nicht oberflächlich- da sie nicht wirklich „liebenswert“ erscheint (Sie hat irgendwie nichts Süßes oder Lustiges, nichts, was man toll finden könnte außer vielleicht ihr Aussehen!), finde ich es lächerlich, dass sofort alle nicht nur auf sie stehen, sondern natürlich auch in sie verliebt sind. Da ist mal wieder eine kleine perfekte unschuldige „Mary Sue“ geboren, die „sofort alle Aufmerksamkeit der Personen im Buch auf sich zieht“ wenn auch nur im Camp und nicht zuhause, was ich auch ein wenig seltsam und unlogisch finde. Außerdem hat sie immer wieder über ihre Probleme nachgedacht und wollte „ihre Gedanken ordnen“. (Langweilig und nicht so wirklich real-life!) Ja, was gibt´s da denn zu ordnen??? Ihre Oma ist nun mal tot und ihre Eltern sind geschieden- ist ja auch voll traurig und klar muss sie das verarbeiten aber für mich erscheint das wie ein armseliger Versuch die Zeit bis zur nächsten entscheidenden Handlung zu überbrücken! Und in richtig spannenden Situationen denkt sie natürlich nicht mehr dran. Dann heißt es, wenn es wieder ruhig ist „Ja, in der ganzen Aufregung hatte ich meine ganzen Probleme ja völlig vergessen!“ (Oh, wie konnte das bloß passieren!) und diese Probleme-Verarbeitung kommt einfach zu oft im Buch vor! Please not! Do not bore me! Auf mich hat es immer so gewirkt, als würde sie sich verstellen, wenn sie mal witzig war oder so, weil der Charakter einfach sehr wechselhaft dargestellt wurde und deshalb nicht so wirklich gut und anschaulich. Sie wirkte nicht wirklich authentisch, sondern wie ein 0815-Charakter, der einem ganz klaren Klischee entsprach. Für mich hatte sie einfach nichts Interessantes. Irgendwie nichts, wo ich gesagt hätte: Wow, dieser Charakter begeistert mich so, weil… (Bei Tribute von Panem ist Katniss zum Beispiel mutig und tough, ein so starker aufopfernder Charakter, der Vertrauen in seine Fähigkeiten hat und selbstständig ist) Vielleicht lag es aber auch teilweise an der Er-/Sie-/Es-Perspektive, die sie eher unnahbar gemacht hat. Ich habe ja nichts gegen zurückhaltende Charaktere, aber dann sollen sie bitte auch tiefgründige Gedanken haben, nicht naiv sein und vor allem nicht plötzlich ganz anders sein. Das ist ein typischer Anfängerfehler! Naja, die Handlung gefiel mir eigentlich- sie war zwar ziemlich eintönig aber teilweise interessant. Was mich gestört hat, waren die sofort aufeinander folgenden Situationen: Kaum hat sie mit ihrer Mutter telefoniert und aufgelegt (also etwas erledigt) steht auch schon Lucas für die Kennlern-Stunde neben ihr, ausserdem hat sie immer nur Kennlern-Stunden mit Lucas oder Derek (zumindest wurden nur die beschrieben) also ihren zwei lovers, die damit verglichen wurden und nie mit unbekannten Personen außer vielleicht Perry und der war eine bekannte Nebenfigur. Es ist fast so, als könnte die Autorin einfach nicht abwarten um den nächsten Handlungsschritt niederzuschreiben. Das kommt aber leider sehr unprofessionell und unlogisch rüber. Wie bei den Geschichten, die man als Kleinkind schreibt, wo sofort alles aufeinander folgt ohne subjektive und objektive Handlung zu bedenken. Außerdem gehen mir die Annäherungen an Derek und Lucas (gleichzeitig!) ein bisschen zu schnell dafür, dass es authentisch und echt wirken soll. Ich meine- sie nehmen sie von Anfang so, wie sie ist, haben rein gar nichts an ihr auszusetzen und lieben sie anscheinend vom ersten Augenblick, als sie sie gesehen haben (Bei Lucas ist es noch ein bisschen glaubwürdiger, da er sie aus der Kindheit kennt). Noch hinzuzufügen ist, dass sich natürlich nur die coolen Typen in sie verlieben und die weniger coolen oder etwas peinlichen- wie gönnerhaft- in die anderen (Beispiel: Miranda- Perry- gut getarnt durch dieses Ganze „Ja, er stand die ganze Zeit nur auf dich, nie auf Kylie“) was insofern unlogisch ist, da sie in der Schule sonst nie beachtet wurde und auf einmal dann schon… Hinzuzufügen ist, dass sich ihre Gedankengänge immer wiederholen und das auf Dauer ein wenig einschläfernd ist. Mir hat natürlich auch einiges gefallen, abgesehen davon, dass ich mich bei fast jedem Satz über diese dumme Hauptperson ärgern musste: Da wäre zum Beispiel die Vorgeschichte mit Lucas Parker und das er dann wieder verschwindet, die „Fast“- Kuss-Szene mit Derek, dass Lucas ihre Katze nicht gefressen hat♥ und so weiter. Sätze, die mich sowas von genervt haben: „Ich stellte mir vor, wie es wäre, mich jetzt an seine Brust zu lehnen (wie ich es bei Trey immer getan hatte)“ und das abwechselnd bei Trey, Derek und Lucas! Ich dachte mir so: „Mädel, entscheid dich endlich mal! Hast du eine gespaltene Persönlichkeit oder was?“ Sowas gibt´s sowas von nicht in echt und das ist dann einfach ätzend, wenn man das die ganze Zeit lesen muss! Ich meine, sie kann sich doch nicht bei jedem gutaussenden Typen gleich an seine Schulter lehnen wollen…Bäh! Das wäre doch echt ein wenig zu sehr Flittchen oder für eine ehemalige Aussenseiterin? Mir kam es so vor, als sei das Buch eine reine Fantasieauslebung der autorin und kylie, die zum ersten mal richtig loslegen konnte, da plötzlich alle Typen auf sie standen (auch wenn das jetzt vielleicht eklig klingt) und reines Vergnügen der Autorin und kylie, was der Leser wohl spannend finden sollte (naja…) ohne andere Sachen stärker zu betonen. Es drehte sich alles nur um diesen derek und lucas und diese Liebesszenen die irgendwann einfach nicht mehr spannend oder schön waren weil sie einfach zu oft und zu vorhersehbar aneinandergereiht kamen, manchmal sogar abwechselnd Derek-Lucas also überhaupt nicht mehr einzigartig und überraschend. Außerdem waren sie auch so voraussehbar und peinlich, weil man Kylie einfach selbst abstoßend fand und ihre Gedanken und Fantasien mit ihrem verlangen und so einfach so lächerlich klangen. Ich weiß auch nicht… Wo ist die wahre Liebe falls es sie bei Kylie Galen denn überhaupt gibt zwischen all den „verwirrenden“ Gefühlen… Ich mag Charaktere und vor allem Protagonisten eines Buches lieber, die wissen, was sie wollen und nicht ständig überlegen: „Soll ich jetzt das machen oder doch lieber das?“(-> GÄHHHN!) und bei denen ich alles, was sie tun, nachvollziehen kann und es an ihrer Stelle auch so gemacht hätte. Ich war ein wenig enttäuscht aber auch nicht zu sehr, denn wenigstens hatte ich ja zwischendurch was zu lachen. Aber fünfzehn Euro für ein Buch? Taschenbuch? Noch dazu nicht wirklich ein Überflieger(meiner Meinung nach)? Also ich weiß nicht. Es tut mir echt Leid, falls andere mich jetzt hassen, weil sie das Buch (HOW?) lieben, aber ich musste das jetzt einfach mal loswerden. Vielleicht gibt es auch welche, die meine Meinung teilen 🙂 Wie gesagt: Die Personen waren gut. Besonders gefallen haben mir Derek und Holiday und Miranda… An Lucas mochte ich, dass er so geheimnisvoll und ein wenig düster ist. Die Idee: An sich gar nicht so schlecht, aber ich wollte das Buch zuerst aufgrund des Kurztextes nicht lesen („Sie hat keine Ahnung, wer sie ist und welche Kräfte in ihr stecken“-also mehr Klischee geht doch nicht, oder?) aber ich fand die Idee war leider zu wenig ausgearbeitet und wirkte deswegen an manchen Stellen ein wenig lächerlich. Die Umschlaggestaltung war das Einzige, was mir hundertprozentig zugesagt hat, jedoch waren die Steckbriefe vorne und hinten im Buch echt überflüssig, weil sie erstens das ganze Geheimnisvolle dahingemäht haben und echt kindisch und nichts aussagend waren. Sie haben das Buch eher in der Altersgruppe runtergezogen und weniger sinnvoll informiert- zum Beispiel…ich glaub einmal stand da: Mag: Ihren Pyjama mit irgendeinem Muster, welcher nie in dem Buch erwähnt wurde, also Sinn? Ich glaube, das sollte witzig rüberkommen, aber es hat seinen Zweck leider ein wenig verfehlt und das ganze etwas 0815-mäßig erscheinen lassen- (Ich mein einerseits diese Szenen mit Lucas und Derek und dann diese kindischen Steckbriefe…das lässt das Buch ein wenig „Möchtegern“-mäßig -besonders in Anbetracht der Liebesszenen- erscheinen). Trotz aller Kritik ist das Buch an sich ganz okay. Nicht so wirklich das Beste was ich je gelesen habe… Immerhin vergebe ich zwei von fünf Sternen, denn wenn man Langeweile hat, ist es ganz süß und man kann sich über die Hauptfigur lustig machen:) Es war einfach mal wieder ein Buch, dass VIEL ernster wirkt, als es ist. Genau genommen war das Buch überhaupt nicht ernst oder gruselig… Ich hoffe euch hats gefallen:) Bis bald! Meine Bewertung zu „Shadow Falls Camp- Geboren um Mitternacht“ by C.C. Hunter:☻☻☺☺☺

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